Nachhaltigkeit beim Bauen

Hausbau(djd). „Global denken, lokal handeln“, ist das übergeordnete Motto des Tags der Erde, der seit 1970 jährlich am 22. April stattfindet und die Menschen weltweit dazu anregen soll, über ihr Konsumverhalten und ihre Lebensweise nachzudenken.

„Mut zur Nachhaltigkeit – unsere Stadt wird zukunftsfähig“, lautet das spezielle Motto für 2009. Mit zu den größten „Feinden“ eines nachhaltigen Umgangs mit Energie zählen Gebäude. Nicht nur eine veraltete Heiztechnik, auch die mangelnde Wärmedämmung ist für einen oft zu hohen Energieverbrauch und CO2-Ausstoß verantwortlich. Im Neubau schreibt der Gesetzgeber heute im Rahmen der Energieeinsparverordnung (EnEV) strenge Verbrauchsgrenzwerte für Wohngebäude und eine entsprechende Dämmung der Gebäudehülle vor. Die Ökobilanz bei der Herstellung der verfügbaren Dämmstoffe wird dabei allerdings nicht berücksichtigt.

Geringer Energieverbrauch

Nur rund ein Sechstel der Primärenergie, die bei der Produktion von Polystyroldämmstoffen verbraucht wird, benötigt beispielsweise eine Zellulosedämmung aus Recyclingzeitungspapier. Selbst für die Herstellung von Glasfaser wird drei Mal so viel Energie aufgewendet. „Dabei muss sich das ökologisch unbedenkliche Material hinter den Dämmeigenschaften anderer Materialien nicht verstecken“, sagt Anton Spitaler, Geschäftsführer beim Hersteller Isocell. „Die Wärmedurchgangswerte sind ausgezeichnet, und im Schallschutz ist das Material etwa Fasermatten deutlich überlegen.“ Spitaler betont: „Die Phasenverschiebung – das ist die Zeitspanne, in welcher im Sommer die Hitze von außen nach innen durchdringen kann – liegt rund fünf Mal höher als bei Polystyrol oder Glaswolle. So bleibt es auch im Sommer beispielsweise unterm Dach immer schön kühl.“

Wärmebrücken ausgeschlossen

Für die Raumluft ist dieser Baustoff unbedenklich, da er weder feine Fasern noch flüchtige Stoffe abgibt. Zugleich wirkt das organische Recyclingmaterial regulierend auf die Raumluft, da es Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben kann (mehr Informationen unter www.isocell.at). Angenehm für Bauherren ist es zudem, dass auf der Baustelle kein Verschnitt anfällt und keine Lagerfläche nötig ist. Der Zellulosedämmstoff wird direkt vom Lkw aus mit einem Gebläse an die vorgesehenen Stellen gebracht. Er lässt sich in Hohlräume einblasen, lose schütten oder offen aufblasen und auf senkrechte Wände auch sprayen. Die Verarbeitung vermeidet Ritzen und Lücken vollständig, so dass Wärmebrücken keine Chance mehr haben.
Foto: djd/Isocell Vertriebs GmbH

Webtipp: Weiter Hausbau Tipps erhält man im Online Portal.

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